Die Funktionsweise einer Automatikuhr

Eine Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr. Ein Rotor wird durch die Bewegung des Handgelenkes in Schwingung versetzt und nutzt diese kinetische Energie zum Spannen der Feder. Zu technisch? Okay, noch einmal Schritt für Schritt.









Von der Bewegung der Hand zum Messen der Zeit

Wenn Du Deine Automatikuhr trägst, schwingt mit jedem Händeschütteln, Greifen oder Winken ein kugelgelagerter Rotor mit. Deine Automatikuhr hat einen Sichtboden? Dann kannst Du den halbkreisförmigen Rotor ganz leicht erkennen. Aufgrund der Schwerkraft entsteht so eine Schwungmasse, die den Rotor nach unten zieht. Eine kleine Getriebekette reicht die dabei entstehende Bewegungsenergie ans Federhaus weiter. Dort sitzt eine spiralisierte Feder aus feinem Draht, die stetig versucht in ihre entspiralisierte Ursprungsform zurückzukehren. Das wird aber durch die Energie des Rotors verhindert, er zieht die Feder immer wieder auf. Diese Energie wird dann in einer kurzen mechanischen Kette an das Räderwerk weitergeleitet. Die Mechanik basiert also rein auf der Bewegungsenergie des Trägers. Eine Batterie wie bei Quarzuhren wird so überflüssig. Du hast Angst Deine Uhr zu überspannen? Die Rutschkupplung, auch Bridge genannt, sorgt dafür, dass ein Überdrehen der Feder nicht möglich ist. Deine Uhr kann also gar nicht zu viel bewegt werden.

Vor- und Nachteile von Automatikuhren

Automatikuhren sind generell sehr wartungsarm, besonders dann, wenn Du sie regelmäßig trägst. Neben diesen sachlich-bezogenen Vorteilen erzeugen - und das kann wohl jeder Uhrenliebhaber bestätigen - Automatikuhren eine ganz spezielle Emotionalität. Der Blick auf die faszinierende Technik, wenn Uhrenhersteller die Automatik mit einem Glasboden versehen, der flüssig laufende, nicht hakende Sekundenzeiger! Die Technik schreibt hier ein wohlklingendes Gedicht über das Darstellen der Zeit.

In Bezug auf die Ganggenauigkeit kann eine Automatik nicht mit einer Quarzuhr mithalten, diese beläuft sich nämlich auf -20 bis +40 Sekunden Abweichung pro Tag. Dies ist lediglich eine Schätzung und variiert je nach Fertigung, Kalibrierung, Lebensstil und Deinen Tragegewohnheiten. Generell gilt jedoch: Je öfter Du Deine Uhr trägst, desto genauer zeigt sie Dir die Zeit an. Ein weiterer Vorteil für „aktive“ Uhrenträger: Kein Problem mit der Gangreserve. Damit meint man: Die Zeitdauer, in der das Uhrwerk weiterläuft, nachdem sie das letzte Mal bewegt worden ist. Diese kann je nach Werk zwischen 32 und 60 Stunden variieren. Lasse Deine Automatikuhr also zu Deinem treuen Begleiter werden!